Weltuntergang verschoben! Was Ulisses gut macht

Veröffentlicht: Juli 20, 2011 in Blog, Das Schwarze Auge, DSA, Pen & Paper, Positives, Rollenspiel, Ulisses Spiele
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Eine Frage wurde uns in den letzten Tagen (auch indirekt) oft gestellt. Und zwar die Frage, ob wir hier nur mosern wollen oder nicht. Auch Ulisses‘ Axt im Walde, Michael Masberg hat dies jüngst thematisiert. Zu dem Thema haben wir bereits das Eine oder Andere gesagt und wollen es dabei belassen.

Vielmehr wollen wir euch in diesem Artikel nicht verschweigen, was wir an DSA unter der Führung von Ulisses Spiele gut finden. Denn bei aller berechtigten Kritik in Foren & Blogs: alles macht Ulisses Spiele nicht falsch!

Neue Settings
Mit der Settingbox Die Dunklen Zeiten ist Ulisses Spiele unserer Meinung nach ein großer Wurf gelungen. Nicht ganz unberechtigt führt dsa4.de das Setting auf Platz 1 bei seinen Regelwerkumfragen. Zudem wurde das Setting auf der RPC 2011 als bestes Rollenspielprodukt ausgezeichnet.
Eine freie Spielewelt, ein klares Konzept, wenig Metaplot, Anrufungssystem bei Geweihten, schlicht mehr Spielfluss und Freiheit für die Spieler. Die einzigen sich wiederholenden Kritikpunkte hier sind und waren der fehlende Index und die sich recht häufig wiederholenden Zeichnungen. Apropos! Einige Bilder kommen in der Tat zu oft vor, das mindert aber nicht deren hohe zeichnerische Qualität.

Für die Zukunft sind weitere Settingboxen geplant, genannt seien hier die Tharun-Settingbox, das Uthuria Setting und die Gareth-Settingbox. Wir sind gespannt, ob diese erneut die hohe Qualität der Dunklen Zeiten Box erreichen!

Das Artwork
Auch im künstlerischen Bereich ist eine positive Entwicklung festzustellen. Ulisses Spiele hat hier mit der Besetzung von Melanie Maier auf der Position der Art-Direktorin offensichtlich einen guten Griff in künstlerischer Hinsicht getan. Es gibt eine Menge neuer Bilder, von frischen Künstlern wie Tristan Denecke, Verena Schneider, Fufu Frauenwahl und Anja di Paolo die ein hohes Zeichenniveau aufweisen. Das ist sehr löblich! Einziger Kritikpunkt hier ist die oben bereits monierte häufige Wiederholung einzelner Bilder in Spielhilfen wie Schattenlande und Die Dunklen Zeiten.

Die Vielfalt
Mit vielen neuartigen Produkten, wie der blauen Reihe, die (lassen wir einmal H&K außen vor) recht beliebt ist oder auch Spielhilfen wie beispielsweise dem Tractatus contra Daemones oder dem Rondra Vademecum, bietet Ulisses Spiele eine neue Vielfalt, die dem DSA Universum vorher unbekannt war. Das zeigt Ulisses‘ Bereitschaft, ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Produkte auszuprobieren. Auch wenn nicht jeder Band jeden Spieler anspricht, ist dies ein guter Weg. Für einige der blauen Bände wurde gar die Community nach ihren Wünschen gefragt, auch dies sei ausdrücklich gelobt.

Fazit
Anzumerken bei all dem Lob ist, dass bei vielen der angesprochenen Themen, die zugleich auch zu den beliebtesten Produkten gehören,  Uli Lindner federführend war. Von selbigem hat man sich bekanntermaßen getrennt. Ob dies inhaltlich zu kompensieren ist, kann noch nicht gesagt werden. Zu vermuten ist allerdings, das dies nicht ganz so einfach wird. Vor allem Alex Spohr lässt hoffen. Ob dieser ausreichend Zeit bekommt um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, wissen wir allerdings nicht. Jedenfalls tanzt er derzeit auf einer Menge Hochzeiten (Redaktionsstübchen, Auf Aves Spuren, Die Dunklen Zeilen) um einige zu nennen.

In Sachen Endprodukte steht Ulisses zur Zeit also gar nicht so schlecht da. Die Baustellen sind andere, wie z.B. das mangelhafte Lektorat. Einige dieser Baustellen haben wir bereits thematisiert, andere werden wir noch thematisieren.

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Kommentare
  1. Anonymous sagt:

    „Es gibt eine Menge neuer Bilder, von frischen Künstlern wie Tristan Denecke, Verena Schneider, Fufu Frauenwahl und Anja di Paolo die ein hohes Zeichenniveau aufweisen.“

    Mit Denecke, Schneider und di Paolo kann ich nichts anfangen. Die letzten Beiträge von Melanie Maier selbst waren auch nicht annähernd so gut, wie ältere Arbeiten von ihr. „Gute Besetzung“ und „hohes Zeichenniveau“ ist demnach hochgradig subjektiv – und zu verurteilen. ;)

    Das war natürlich überspitzt. Gut ist, dass Ulisses nicht mehr nur alte Bilder von Caryad abdruckt, sondern nach neuen Künstlern Ausschau hält. Leider verbrät man jedoch einiges Potential dadurch, dass Künstler/-innen gerne einmal falsch eingesetzt werden.

    Alex Spohr tut mir mittlerweile ein wenig leid. So wie er sich offenbar ins Zeug legt, muss man einen Burn-Out mit spätestens 30 befürchten. Den Richter dagegen nimmt man kaum wahr, außer vielleicht auf Cons oder im Impressum einer Publikation.

  2. Anonymous sagt:

    Der ulisses-eigene Versuchsballonaufpuster Masberg hat mal wieder gemault? Genau wie letztens beim runtermachen von Mark Wachholz liegt er voll daneben. Wenigstens gibt er zu, dass kein Lektorat zu haben kacke ist und das Warten auf Alveraniarsabenteuer voll peinlich. Hoffentlich ist dass ein Zeichen, dass sie heimlich am fertigstellen sind.
    Gutes Zeichen: ihr werdet gelesen und als Sprachrohr gehört. Weiter so!!!

  3. gotongi sagt:

    Hallo Anonymous,
    natürlich ist der Bildgeschmack immer subjektiv. Ich persönlich denke aber, dass alle genannten deutlich besser sind als z.B. eine Sabine Weiß, mit deren Stil ich nie etwas anfangen konnte. Bei Caryad kam es immer auf das Motiv an.
    Letztlich wollten wir ausdrücken, dass die Abwechslung den neuen Spielhilfen sehr gut getan an.

    Zum Mr. Richter hätten wir auch gerne ein paar Worte verloren, uns vielen nur keine ein. ;)

  4. gefluegeltesglubschauge sagt:

    Ja, DSR ist so unsichtbar wie ein Gotongi. ;)

    Zwei Sachen zu den Zeichnungen: Erstens ist Melanie Maier der Massenrepeat bei den Bildern der Dunkle Zeiten Box nicht anzukreiden (die Box kam ein halbes Jahr bevor Melanie die Artdirection übertragen bekam), zweitens muss ich meinem kritischen Vorredner Recht geben: Die BIlder von ihr in Schattenlande sind sehr durchwachsen: Manche besser bis sehr gut, andere aber unverständlich und schlecht: Balphemor und Torxes sind hässlich und keiner weiß wieso es dazu neue Bilder gab (es gibt ein hübsches Bild von Caryad das Balphemor darstellt und ein geniales Bild von FuFu Frauenwahl das Torxes darstellt). Leonardo ist auch nicht so der Burner.

  5. Szass Tam sagt:

    Ich frag mich, was so rein subjektive Empfindungen für einen Mehrwert haben. Im Endeffekt ist das, was hier in diesem Blog niedergeschrieben wird, nicht mehr als die private Meinung einiger.

    Ich zB finde die „Dunklen Zeiten“ nicht überragend, hat mich einfach nicht völlig gefesselt. Zu wenig detailliert, vor allem zu wenig Meta-Plot, auch wenns zugegebenermaßen nicht schlecht war.

    Und unter der Blauen Reihe fand ich zB KuK weit schwächer als HuK. HuK hat das Wirtschaftssystem Aventuriens plastisch dargestellt, womit ich den ersten Teil sehr, sehr toll finde, über den zweiten lässt sich sicher streiten. KuK blieb aber wieder sehr, sehr allgemein, hatte zu wenig Beispieldungeons und neue Elemente wie Sporenkrieger oder Zivilisationen von Tiefschraten oder was weiß ich werden eher lieblos in das Setting geworfen.

    Und dieser erzwungene Kult um einzelne Schreiber wie Lindner ist schwachsinnig. Wenn schon, dann schreibt drüber, dass man sich um die alten Kader wie Wieser und Hennen bemühen sollte ;-).

    Und zuguter letzt: Das mit dem Lektorat stimmt schon. Aber es braucht keinen Blog, um das aufzuzeigen. Jeder, der die letzten Jahre ein DSA-Produkt gekauft hat, wurde bereits mit dem Problem konfrontiert. Die werden das wohl erst ändern, wenn die Verkaufszahlen deshalb sinken.

  6. Szass Tam sagt:

    Um das noch zu relativieren: Mit „was so rein subjektive Empfindungen für einen Mehrwert haben“ meine ich, dass der Trubel um diesen Blog hier übertrieben ist. Natürlich ist ein Blog dazu da, seine Meinung anderen kundzutun, schon klar. Aber die Aufregung ist für mich nicht ganz nachvollziehbar und die Kritik, die geübt wird, finde ich eben absolut nicht repräsentativ und viel zu hart.

  7. TheEvilOne sagt:

    Da würde mich jetzt mal interessieren, was es genau ist, was du nicht nachvollziehen kannst. Die Aufregung in diesem Blog oder die Aufregung, die durch diesen Blog entsteht?

  8. Szass Tam sagt:

    Zum einen eben die Härte der Kritik bezüglich der vielzähligen angeblichen Missstände, zum anderen und in erster Linie die Beachtung, die dem entgegengebracht wird. Für mich liest sich vieles hier wie einer der früheren Bashing-Threads, die es früher tagtäglich auf http://www.alveran.org zu lesen gab.

  9. Anonymous sagt:

    @Szass Tam
    Das dieser Blog ebenso „Bashing-Thread“-mäßig ist wie damals auf alveran.org ist wohl ebenso subjektiv. Was ist dagegen einzuweden, dass es nun ein Blog gibt, welcher eine dezidiert kritische Richtung einnimmt? Gar nichts! Im Verlagsforum von Ulisses ist solche Kritik eher unerwünscht, das dsa4forum gibt sich ja eher neutral und im Vinsalt-Forum tummeln sich die Ältesteingesessenen (wie es mal ein Kommentator vor mir schrieb). Was haben wir da noch? Nandurion? Ist definitiv eine News-Seite. Arkanil? Da finden sich eher Vorstellungen von neuen DSA-Produkten.
    Allesamt sehr sinnvoll. Leider fehlt eben genau so etwas wie gotongi jetzt bietet: ein Blog, wo die gesammelte Kritik der Community zusammenkommen kann. Dabei kann ich keine unsachgemäße Härte bezüglich der vielzähligen (und nicht nur angeblichen!) Mißstände nicht feststellen. Wenn etwas schlecht läuft, dann darf und muss man das benennen – wenn es sich wiederholt, auch ohne schöne Worte.
    Als altgedienter DSA-Fan, der schon unzählige Euronen in Schmidt-Spiele, Fan-Pro und Ulisses versenkt hat, liegt mir sehr viel an unserem gemeinsamen Hobby! Vor dem Hintergrund der letztmonatigen Verlagsentscheidungen finde ich es gut, wenn sich einzelne kritische Stimmen endlich einmal formieren.

  10. TheClone sagt:

    Wow, wie man ein Lob dann doch noch in eine Kritik umwandeln kann verdient wirklich Anerkennung. Ich finde, Ihr solltet Euch schon die Frage gefallen lassen, ob Ihr davon leben wollte diffuse Ängste aufzugreifen oder doch lieber konkrete Punkte mit konstruktiver Kritik verbinden wollt. Denn Konstruktiv war es bisher nicht. Und destruktive Kritik verbessert absolut nicht. Diffusen Ängsten ein Forum zu bieten fördert nur Flaming, aber auch keine Verbesserungen.

  11. Der Mönch sagt:

    Also im Ernst, soll ich wirklich anfangen, und diesen Beitrag von seinem Aufbau her auseinandertüdeln, um zu zeigen, dass er durch verschiedene grammatikalische Konstruktionen seine positiven Aussagen fast komplett negiert? Entweder ehrlich positiv, oder lieber weiter kritisch.
    Zudem wurde hier schon angesprochen, dass die genannten Punkte teilweise in sehr subjektive Bereiche fallen, die von dem einen so, von dem anderen so wahrgenommen werden können. Was wiederum zu der spannenden Frage führt, welche Bereiche eigentlich nach welchen Kriterien objektiv gut kritisiert werden können…aber dieser Frage habt ihr euch sicherlich auch schon gestellt! ;)

  12. Anonymous sagt:

    Ich glaube so mancher der Kommentierenden hier hat noch nicht begriffen, dass man seine Meinung sagen kann, ohne sich – wie in einer Schlacht – auf irgendeine eine Seite zu stellen. Das ist kein Artikel der sagen soll „Ulisses ist total toll, der beste Verlag der Welt, geht kaufen!“, sondern wo Ulisses (vielleicht?) in die richtige Richtung denkt. Für mich gehört zu so einer Betrachtung Bedenken und Skepsis immer dazu. Ich selbst habe mir DDZ bis jetzt nicht zugelegt, höre aber viel Gutes. Das freut mich und lässt mich überlegen, ob ich mir die Box auch zulege. Vielleicht lässt es mich sogar darauf hoffen, dass die nächsten Jahre DSA richtig toll werden könnten.
    Aber mit dem Wissen, dass Uli Lindner bei der Box federführend war und Ulisses sich von ihm getrennt hat, bleibt mir der Jubel über diese neue Qualität doch etwas im Halse stecken und es bleibt der Zweifel, ob Ulisses diese Fäden weiterspinnt – oder es gerade einer von denen ist, die durch die „Neuordnung“ abgeschnitten werden.

    Ulisses hat Veränderungen angekündigt – und wir wissen alle nicht, wohin genau dieser neue Weg führt. Daher finde ich es berechtigt jedes Lob à la „Das habt ihr gut gemacht“ auch mit einem „das müsst ihr aber auch so weitermachen“ zu versehen.

  13. Vibarts Voice sagt:

    Leute, mehr Gelassenheit…

    Weder ist Ulisses das Imperium des Bösen, noch Gotongi der verlängerte Arm der antiwestlichen Achse Moskau-Peking, noch darf nur der Kritik üben, der es besser machen kann, noch muss ich hier meinen Namen veröffentlichen, noch muss Postiv und Negativ immer klar getrennt sein, noch war Alveran reines Bashing, noch ist Alveran aus dem Netz verschwunden – wie man hier und anderswo an unzähligen Beiträgen zum Thema Ulisses sehen kann. Also: jede Menge polemisch zugespitzte Positionen, wenig Gelassenheit im Umgang mit den Themen.

    Die allerwenigsten Beiträge dazu sind objektiv – nicht im Ansatz, und Gotongi ist dabei sogar noch einigermaßen vorsichtig, im Vergleich zu vielen Kommentaren hier und anderswo. Dass die Emotionen einmal wieder so hochgehen, nehme ich als Symptom, dass tatsächlich momentan etwas im Verhältnis zwischen Comunity und Verlag nicht in Ordnung ist. Es wird Zeit, dass Ulisses, neben vielen anderen Dingen, die es gut macht, auch endlich in eine positive Kommunikation mit der Bloggo- und Forosphäre eintritt.

    Und das sage ich ganz gelassen.

  14. TheClone sagt:

    Der Bewertung meines letzten Kommentares entnehme ich jedenfalls, dass konstruktive sahcliche Kritik hier nicht erwünscht ist. Ich weiss nicht, ob das für alle und und inweit es für die Autoren gilt, aber natürlich darf jeder rummotzen wie er möchte. Ob das polemisch, sachlich oder sonstwie ist. Wenn Gotongi einfach nur ein simples Meckerblog sein will, sollten sich die Autoren keine Gedanken über Kritiken machen. Wenn es aber wirklich darum geht etwas zu verändern und Ulisses unter Druck zu setzen, geht das nur mit sachlicher und harter Arbeit. Egal ob dabei positives oder negatives raus kommt. Aber dann haben Subjektivität und Polemik hier nichts verloren. Ob das Realität wird, ist aber die Entscheidung der Autoren. Mögen sie weise entscheiden.

    Das ich mich hier beteilige hat nichts mit hochkochenden Emotionen zwischen Verlag und Community zu tun, sondern damit, dass ich kein weiteres uninteressantes Meckerblog sehen will sondern mich über eine sachliche, objektive und investigative Stimme freuen würde, die die deutsche Blogsphäre wirklich voran bringen wird. Ob gotongi im Gegensatz zu Foren oder anderen Blogs vorsichtig ist, ist völlig egal für mich. Nur weil es viele machen, ist es nicht gut. Es sollten absolute Maßstäbe angesetzt werden.

  15. Anonymous sagt:

    Ein „Rate Down“ heißt in erster Linie erstmal, dass jemand dir nicht zustimmt, nicht zwingend, dass diese Person dich doof findet. Also schließ nicht zwangsweise von der Bewertung auf eine Meinung über deine Form deines Posts.
    Von einer niedrigen Bewertung darauf zu schließen, dass eine bestimmte von dir verwendete Form von Kritik nicht erwünscht sei, ist schlichtweg falsch.

  16. Guglhupf sagt:

    Hm, ich weiß ja nicht. So allgemein jetzt. Es wirkt etwas so, als sei jetzt nur irgendetwas Positives aus der Themenkiste gegraben worden, damit man nicht als der Basher-Blog gilt (unter uns: Ich finde es gut, wenn es auch Basher-Blogs gibt, das Fan muss auch mal Dampf ablassen können. ;D).

    Den Hype um die Dunkle Zeiten Box konnte ich nie ganz nachvollziehen. Sowohl vom Inhalt (für mich zu Metaplotarm) als auch von den Illustrationen war es da eher Durchschnitt. Bis auf Mias Kulturtafeln sind die Bilder eher ‚geht so‘. Dann die absolut übertrieben häufige Verwendung einiger.

    Das Artwork… Durchwachsen. Ich muss gestehen, ich war von den illustrationen in Schattenlande zum Teil enttäuscht, speziell von Melanies. Besonders einige der bereits in mehreren Foren kritisierten Bilder fand ich sehr mäßig (Leonardo, Torxes, der schwarze Ritter, die Amazone). Ich frage mich, woran das bei ihr liegt – zu wenig Zeit für ein Bild? Ihre jüngere Milhibethjida zB. gefällt mir um Längen besser als die jetzige, die stark an ihren ‚Manga-Augen‘ leidet (viel zu große Iris – mag sicher ausdrücken sollen, dass sie kindlich ist – aber das ist bei dem älteren Milhi-Bild sehr viel besser gelungen!). Ich würde es schade finden, wenn Potential aufgrund von Zeitmangel so derart leidet. Leider muss ich auch die Kritik aus anderen Foren aufgreifen, dass bei einer anderen brandneuen Künstlerin die Bilder wirken wie Fotomontagen ohne sonderlich viel Bewegung zu suggerieren. Mir sagen ohnehin Bilder nicht sonderlich zu, denen man ansieht, dass vorgefertigte Texturpinsel genutzt wurden und danach sehen einige Artworks heutzutage aus. Und selbst Fufu, den ich nach Stadtstreicher genial fand – ich weiß nicht. Seine Maraskaner sehen mir viel zu asiatisch aus. Und ich finde er gehört zu den Künstlern, die lieber bei traditionellen Media bleiben sollten. Seine Bleistiftzeichnungen sind viel sympathischer und überzeugender als dieser digitale Kram.

    Die Vielfalt… *räusper* Jaaa… Ulisses mag ja nicht das Böse in Persona sein, aber hier hat man zum Teil wirklich das Gefühl es wird alles mögliche auf den Markt geschmissen, nur um Kohlen zu verdienen. Bei den ‚alten‘ Ulissesianern wie Patrick Götz. Thomas Römer und Co. hatte man das Gefühl, das Projekt ‚DSA‘ bedeute ihnen persönlich etwas. Hinter dieser Masse an Redakteuren hat man da den Truant kaum wahrgenommen. Jetzt tritt er mehr in den Mittelpunkt, dadurch, dass der Wald der Mitarbeiter so gerodet wurde. Und man merkt ihm schon an, dass er kein DSA-Spieler ist, sondern einfach nur ein Typ, der mit irgendetwas Geld verdient, ohne Herzblut. ich finde aber, was die derzeit wirklich gut machen: Die Idee mit der Umfrage – nachhorchen, was überhaupt gewünscht wird.

  17. Haffax sagt:

    Kritisieren kann man nur negativ, nur dann ist sie konstruktiv, wenn Mißstände unverschönt angesprochen werden. Erst durch die (mehr oder weniger exakte) Beschreibung, wie etwas ist, wird aufgezeigt, wie es nicht sein sollte. Das kann (muss aber nicht) eine Idee liefern, wie es sein könnte.
    Dass Ulisses nicht gerade ein Freund von und gut für DSA ist, wird doch wohl jedem mittlerweile klar sein, oder? Sie melken die Kuh, solange sie Milch gibt. Mit Herzblut, Engagement oder aufrichtigem Interesse hat das wenig zu tun. Festzustellen, dass sie beim Ausquetschen auch etwas richtig machen, erscheint mir ein wenig makaber.

    Die verschiedenen Gruppen, in denen ich spiele, sind seit der Wachholz-Affäre dazu übergegangen, die Publikationen nurnoch einmal zu kaufen (statt vorher für jede Gruppe extra), und wir überlegen uns dreimal, ob wir wirklich das eine oder andere noch benötigen. Eine solche Verlagspolitik kann man doch nicht auch noch unterstützen.

    So, und jetzt sagt mir mal, was an dieser Kritik nicht konstruktiv ist.

  18. Vibarts Voice sagt:

    Lieber TheClone,

    mein letzter Kommentar war weder speziell auf dich gemünzt, noch sollte er eine nicht-wertschätzende Abqualifizierung deiner Meinung sein. Wenn das bei dir ankam, dann war das überinterpretiert, und das täte mir leid. Sicherlich ist konstruktive und sachliche Kritik eine bereichernde Sache, ich glaube kaum, dass mit dieser Grundidee jemand nicht konform gehen würde.

    Allerdings, und darauf hinzuweisen war Hauptintention meines Beitrages, sehe ich diese konstruktive und rein objektive Kritik an ganz wenigen Stellen, schließlich reden wir über unser Hobby, und da ist immer eine gesunde Portion Emotion vorhanden. Dies sieht man vor allem an der Unbedingtheit mancher Positionen, die ich teilweise auch bei dir gesehen habe, so weit ist das schon richtig. Aber ich stimme mit dir soweit nicht überein, dass Kritik immer konstruktiv sein müsste, und ich finde, dass wir beide mit diesem Disens eigentlich ganz gut leben könnten. Wenn nur die, die Missstände auch gleich mit Lösungen beheben können, auf Missstände hinweisen dürfen, dann müsste man einem großen Teil der Bevölkerung Meinungsäußerungen zu den meisten politischen, sozialen und ökonomischen Problemen absprechen. Wollen wir das? Ist das demokratisch? Aus meiner Sicht nicht.

    Von daher finde ich es völlig legitim, auch einfach nur auf das schlechte Öffentlichkeitsbild des Verlages hinzuweisen, ohne ein neues PR-Konzept für Ulisses vorschlagen zu können. Einfach, weil Kritik und Zustimmung zu den Grundpfeilern eines Diskurses gehören, der ohne sie erst gar nicht konstruktiv werden kann.

    Das ist zumindest meine Einstellung dazu.

    Beste Grüße

    VV

  19. Vinsalter sagt:

    Das erste Mal, dass einer von Ulisses öffentlich „Danke“ sagt und zwar gegenüber einem freiwilligen Helferteam:

    http://nandurion.de/blog/2011/07/22/offizieller-index-zur-dunkle-zeiten-settingbox-verfugbar/#comment-1313

    Wenn ich nicht durch einen Argwohn gegenüber allen öffentlich inszenierten, menschlichen Regungen grundsätzlich angehalten wäre, halb stirnrunzelnd halb höhnisch grinsend abzuwinken, würde ich sagen, dieser Thread hätte ein Update verdient.

    Doch ich werd eine Ahnung nicht los: Wo auf der einen Seite gedankt und gelobt wird, ist der Rechtsanwaltsbrief für einen anderen Fall der freiwilligen Mitbeteiligung vom Drucker ausgespuckt.

    Immerhin: Ne Geste, die irgndwie „neu“ rüberkommt … oder was?

  20. TheClone sagt:

    Ich habe mich nicht speziell von Dir angesprochen gefühlt. Das war wohl überinterpretiert von Dir ;) Aber ich habe mich _auch_ angesprochen gefühlt. Sicherlich kann nicht jede Kritik eine vollständige Lösung enthalten. Aber sie sollte es wenigstens versuchen. Das muss nicht gleich ein neues PR-Konzept sein, aber z.B. so etwas wie „Ich wünsche mir, dass Ulisses sich öfter bei seinen Helfern bedankt“. Und wenn selbst das nicht gelingt, kann man trotz allem sachlich und zielgerichtet bleiben. Das gilt für mich in jeder Diskussion. Aber besonders ein Blog, das sich die kritische Überwachung des Verlages und „Stimme der Fans“ auf die Brust schreibt sollte sich doppelt an so etwas halten. Wie sonst soll man den Verlag zu Änderungen bewegen? Mit Polemik erlangt man zwar aufsehen, macht es dem Verlag aber unheimlich viel schwieriger überhaupt sinnvoll darauf zu reagieren und zu sehen was man denn verbessern sollte.

    Und was ein „rate down“ heißt, weiss wohl nur derjenige, der es gegeben hat. Dementsprechend habe ich da auch etwas überinterpretiert. Doof gefunden finde ich mich aber nicht.

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