Ulisses reagiert auf Kritik der Community

Veröffentlicht: Juli 28, 2011 in Blog, Das Schwarze Auge, DSA, Positives, Ulisses Spiele
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Vorerst völlig ohne eigene Wertung möchten wir euch nicht vorenthalten, dass es seit einigen Minuten ein ausführliches Statement von Ulisses Spiele durch den Geschäftsführer Markus Plötz gibt.

Zu dem ausführlichen Statement geht es hier: http://blog.ulisses-spiele.de/2011/07/geschaftsfuhrer-markus-plotz-uber-die-ulisses-spiele-gmbh/

Eure Meinung interessiert uns sehr. Was haltet ihr von dem Statement?

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Kommentare
  1. Anonymous sagt:

    Ulisses hat den Sack hingestellt. In 24 Stunden die Katze rausgelassen wird. Und am 12. August.

    Insgesamt ein erneut pathetisch-lächerliches Statement, das eigentlich nur zeigt, was in der Community bislang schon befürchtet wurde: Ulisses sieht sich als DSA-Allmacht, die „auf ihre Rechte pocht“ in einem System, dessen Wertschöpfung vor allem im Fandom und in den Jahren und Jahrzehnten VOR Ulisses erfolgte.

    Ulisses verbietet sich jede Art von Kritik, sonst hätte man es nicht nötig zu betonen, dass man „unsachliche oder in unangemessener Form vorgebrachte Kritik“ nicht eingehe. Für andere eine Selbstverständlichkeit, aber Ulisses empfindet scheinbar den allergrößten Teil des Feedbacks als unsachlich und unangemessen.

    Zu all den Kernkritiken der letzten Monate nimmt man erneut keinerlei Stellung (behauptet aber, Tacheles reden zu wollen). Man verkauft das als „Professionalität“ und „Höflichkeit“. Vor allem ist peinlich zu erkennen, dass es Kritik in letzter Zeit gab, aber dann diese gar nicht selbst inhaltlich zu benennen (Autoren-Chaos, menschlicher Umgang, Lektorat und all das andere, was man schön in der Excel-Datei der Gotongi-Umfrage nachlesen könnte … aber halt, diese „Kanäle“ sind ja für Ulisses keiner Aufmerksamkeit mehr wert), sondern nur darauf zu vertrösten, dass jeder Einzelne künftig seinen Sermon an ein Postfach schicken darf. Öffentliche Debatte sieht anders aus.

    Von den Fanrichtlinien darf man sich nach dieser Ankündigung jedenfalls auch eher Frustrierendes erhoffen. Aber das macht nichts: Dann gibt es halt wieder Protest (falls Fans noch genug Kraft haben), und vielleicht liest Ulisses ja heimlich doch noch mit und „lockert“ dann später wieder, wie schon beim Off-Topic-Forum und anderen Zurückruderaktionen.

    Anonymous

  2. Anonymous sagt:

    Herrlich wieder so ein Kommentar egal was Ulisses versucht alles ist Falsch…..

    Jetzt versuchen sie es schon mal Ordnung rein zu bringen aber das ist auch wieder Falsch…

    Was sollen sie deiner Meinung nach machen? Das ganze lassen? DSA Einstellen damit endlich ruhe ist?

  3. Anonymous sagt:

    @Anonymous: Das ist der Unterschied zwischen Form und Inhalt (und Attitüde). Von der Form her ist „Tacheles reden“ und offene Kommunikation bei einem Produkt, das so sehr mit dem Fandom verwurzelt ist, eine richtige und gute Sache.

    Aber inhaltlich? Weiterhin fehlende Erklärungen zum Chaos der letzten Monate; Schönreden der eigenen Vorgehensweise und Verweis auf die Wirtschaftlichkeit, um ein paar kleine Alveraniars-Abenteuer nicht online zu stellen; pathetische Darstellung der eigenen Wichtigkeit und Größe; künftige Beschränkung von Fan-Material; Abnabelung vom kritischen Fandom usw.

    Das Statement ist aber auch formal nicht klar (es kündigt „Tacheles“ an, wo an einigen entscheidenden Punkten keines ist), und da, wo eine klare Richtung angegeben wird, macht es mir eher Angst als Freude.

  4. Anonymous sagt:

    Das mag sein aber wie deiner Meinung nach hätten sie es machen solle ? Egal wie ulisses versucht den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen es ist Falsch. Vllt sind in der Vergangenheit einfach unkontrolliert Dinge versprochen worden die so nicht gedacht oder haltbar waren? Sie geben doch zu Fehler gemacht zu haben sollte man ihn da nicht noch eine Chance geben? Aber es ist einfacher immer auf dem, wie man so schön sagt Evil Empire rumzuhacken als mal zu sehen das sich was tut. Lassen wir uns doch einfach überraschen ob es nun klappt oder nicht?

  5. […] besonders schönes Beispiel ist hier etwa das Streitgespräch zwischen Anonymous und Anonymous bei Gotongi, dessen Betreiber sich diesmal in großer und ungewohnter Zurückhaltung üben – oder sind […]

  6. Anonymous sagt:

    @Anonymous: Irgendwelche unkonkreten Fehler zugeben und dann gleich mit der nächste Kelle Nachschlag geben (jetzt verstärktes Pochen auf die Markenrechte, obwohl bislang im Fandom die Rechte der DSA-Lizenznehmer immer mit großem Respekt behandelt wurden) oder die Fehler auf alte „verkrustete“ Strukturen schieben (siehe DSA-Redaktion) trägt für mich nicht zur neuen Glaubwürdigkeit bei. Wenn man schon Fehler zugibt, dann bitte konkrete Erklärungen, was man sich bei den ganzen Rauswürfen, den verfälschenden Pressemitteilungen und vielen anderen Maßnahmen ursprünglich dabei gedacht hat und was daran falsch war, ob man menschlich mit langjährigen Mitarbeitern falsch umgegangen ist usw. wäre ein Ansatz. Ansonsten ist das Verweisen auf Fehler mit Begründungen der „Höflichkeit“, „Professionalität“ oder „Schuld waren die alten Redakteure“ für mich scheinheilig. Deshalb stimmen an dieser neuerlichen „Öffentlichkeitsarbeit“ weder Form noch Inhalt noch Attitüde.

    Das Problem der Fehler liegt ja nicht in ein paar Alveraniarsabenteuern, die man jetzt so in den Vordergrund rückt. Stattdessen macht man dort auch noch das Fass der Professionalität und der Wirtschaftlichkeit auf, indem man sie lieber noch auf obskuren Hörbücher-CDs vertickt. Gerade hier mal ein Zugeständnis zu machen wäre doch wirklich leicht gewesen angesichts dessen, dass es viel größere „Dreckskarren“ gibt als diese Abenteuerchens.

    @“Einfach mal eine Chance geben“. Findest du nicht, dass man nach einem Jahr Chaos auch mal ein Zwischenfazit ziehen kann, anstatt sich immer nur auf die Zukunft vertrösten zu lassen? Dass man auch künftig aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Professionalität (und sicher auch der Höflichkeit …) auf ein Lektorat der Spielhilfen verzichten wird, ist für mich ziemlich deutlich. Sonst wäre genau diese Meldung von Herrn Plötz der Ort gewesen, endlich mal Tacheles zu einigen der häufigsten Kritiken und Verunsicherungen zu reden. Hat man aber nicht.

    Da kann sich Ulisses noch so hinstellen und seine Wichtigkeit in der Branche loben: Ich fühle mich erneut bestätigt, dass Herr Plötz und Herr Truant vielleicht RPGs mögen, aber sicher keine persönliche Bindung an DSA und seine Spielwelt haben. Deshalb werden sie die Redakteursentlassungen oder jetzt die Fandom-Einschränkungen auch mit einem Achselzucken quittieren und sich über aufgeregte Kritik von Fans wundern (bzw. sie einfach ignorieren). Das passt auch gut zur stets selbstgefälligen und doch bemühten Attitüde des Verlags in fast allen offiziellen Statements und Pressemitteilungen.

  7. TheClone sagt:

    Ich stell es mir schwierig vor als Geschäftsführer gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sich möglichst viele Leute von den Einnahmen des Unternehmens ein Dach über dem Kopf und was zu essen kaufen können und dass alle Fans zufrieden sind. Meine Erwartung war schon vorher, dass Ulisses mit der Umstrukturierung der Redaktion versucht die Arbeiten an DSA geordneter und zielgerichteter aufzustellen und das hat das Statement deutlich bestätigt. Auch wenn es jetzt viel Unruhe gibt, wird diese sich wohl nicht vermeiden lassen, wenn man derartig stark umbaut. Ich denke aber, dass sich das recht bald bessern wird und zumindest von Ulisses Seite aus die klare Linie erkennbar wird. Schöner wären natürlich Aussagen wie „Die Fans können weitermachen“, aber das wird wahrscheinlich zum einen rechtlich problematisch, wenn man dann doch mal jemanden einfangen muss und zum anderen muss man klar sagen: Wenn Ulisses seine Leute weiter bezahlen will (und der Weg vom Fan zum bezahlten Schreiber ist ja bei DSA keine Ausnahme), muss es auch danach gucken, was die Fangemeinde veröffentlichen darf und was nicht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das Vorgehen besonders restriktiv sein wird. Aber es muss und wird einen Rahmen geben. Dieser Rahmen dient aber auch dazu, dass die Fans sagen können „Ich bin auf der sicheren Seite“. Dass man dafür ein wenig Zeit in das Verstehen und Beachten der Regeln investieren muss, ist nun einmal so wenn man am Rande des geistigen Eigentums anderer Leute arbeitet. Es sind immerhin auch die Ideen von einem Ulrich Kiesow, die dabei geehrt werden. Und auch er hätte nicht der sein können, der er geworden ist, wenn man nicht gewisse Spielregeln im Umgang mit seinen Ideen beachtet hätte.

  8. Azamir sagt:

    Du siehst das falsch, als Geschäftsführer willst du so wenig Leuten wie möglich das Dach über dem Kopf bezahlen müssen. Die Leute, die arbeiten, sollen maximale Leistung bringen und die Konsumenten sollen konsumieren.

    Ganz einfaches Modell: möglichst wenige Investitionen für möglichst hohen Gewinn. So läuft das im Kapitalismus. Da sind frei arbeitende Fans natürlich Gold wert, aber nicht wenn dieunbedingt nichtkommerziell bleiben wollen, dann ist man ein lästiges Ärgernis und potenzielle Konkurrenz. Vor allem wenn man es mehr für das Spiel tut als für den Verlag.

  9. Anonymous sagt:

    Lieber Clone, hat es je Probleme mit Fanprojekten gegeben, die nennenswert gewesen wären? Und die den Verlag gefährdet haben? Dieses ganze Gerede ist Unsinn, denn niemand ist in Gefahr, von den bösen semiprofessionellen Fans überflüssig gemacht zu werden. Und niemand wird vom Gesetz oder sonstwem gezwungen, seine vermeintlichen Rechte derart zu verteidigen.

  10. Anonymous sagt:

    „Ähnlich verhält es sich mit Texten und Grafiken aus offiziellen Das Schwarze Auge-Produkten: Diese sind grundsätzlich urheberrechtlich geschützt.“

    Ich finde, dass ist mal eine ganz wichtige Aussage. Klar liegen die Rechte beim Urheber, also dem Illustrator, oder Autor und klar, kann Ulisses uns keinen Freifahrtschein erteilen. Für das Fanpaket: Zwei Daumen hoch!!!

  11. Anonymous sagt:

    Doch, sonst sind sie weg. Ulisess hat nur die Backen am flattern, weil ihre „profi“kacke ohne Lektorat gegen semipro Freeware abstinkt.

  12. Anonymous sagt:

    „Lieber Clone, hat es je Probleme mit Fanprojekten gegeben, die nennenswert gewesen wären?“

    Ein Wort: Rakshazar

  13. Anonymous sagt:

    Was soll man als Geschäftsführer auch sagen – vielleicht besser Schweigen. Wirtschaftlich erkennt doch jeder das Offensichtliche:

    Nach der Umstrukturierung hat Ulisses weitaus geringere Personalkosten. Erstmal sind weniger Festangestellte zu versorgen und das ein unbefristet Angestellter Thomas Römer nach Lebensalter und Firmenzugehörigkeit einen größeren Gehaltsposten als Alex Spohr (den ich nebenbei sehr schätze für den Umgang mit derFangemeinde im Internet) darstellt ist logisch.

    Man kann noch so oft die Luftblase der effektiveren Struktur vorschieben, wirtschaftlich bleibt es bei einer Einsparung von Personalkosten, die definitiv erstes Ziel der Maßnahmen war. Das gibt wohl niemand so öffentlich zu, es sei denn man kann es sich in einer Branche leisten einen Stellenabbau einzugestehen und darum wird uns im Statement auch wieder keine zufriedenstellende Antwort gegeben. Da finde ich es besser das Auszusitzen.

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