Offener Brief an Ulisses Geschäftsführer M. Plötz

Veröffentlicht: Juli 30, 2011 in Blog, Das Schwarze Auge, DSA, Offene Briefe, Pen & Paper, Rollenspiel, Ulisses Spiele
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Dieser Brief  basiert auf der Lizenz  CC BY-NC-ND 3.0

Sehr geehrter Ulisses Spiele GmbH Geschäftsführer Markus Plötz!

Gotongi freut sich sehr, dass Sie nun endlich Tacheles reden! Dennoch bleiben viele Fragen offen bzw. lassen viele Ihrer Ausführungen Spielraum für Mutmaßungen jeglicher Art.
Da Sie uns ja leider nicht direkt antworten dürfen und wollen, werden wir Ihnen diesen offenen Brief selbstverständlich zusätzlich auf dem von Ihnen präferiertem Weg, feedback@ulisses-spiele.de, zukommen lassen. Wir denken, dass dieser Brief sich an die von Ihnen vorausgesetzten Grundlagen der zivilisierten Kommunikation hält, so steht einer Antwort Ihrerseits, auf die wir uns sehr freuen, nichts im Wege.
Ihre Erlaubnis vorausgesetzt, werden wir Ihre Antwort im Gotongi-Blog veröffentlichen.

Herr Plötz, Tacheles reden bedeutet übersetzt, seine Meinung offen und unverblümt zu äußern. Aber genau das ist in Ihrer Mitteilung an Ihre Kundschaft nicht passiert. Wir lesen in sehr vielen Ihrer Formulierungen, wie Sie, die Ulisses Spiele GmbH, sich selbst sieht und wie Sie sich den Fan, den Sie Kunden nennen, vorstellt. Diese Vorstellungen sind erst einmal nicht verwerflich, immerhin sind Sie keine NPO, sondern eine gewinnorientierte Gesellschaft. Niemand hat etwas dagegen, wenn Sie für gute Produkte gutes Geld verlangen und so einen ordentlichen Profit erzielen.
Leider erwähnen Sie die Qualität Ihrer Produkte mit keinem Wort, insbesondere wäre es unserer Meinung nach wichtig gewesen, hier ein Zeichen zu setzen und vor allem eine deutliche Verbesserung Ihres Korrektorats anzukündigen. Immerhin sind einige Bände, deutlich im Preis gestiegen, das Korrektorat hingegen blieb bislang auf einem gleichbleibendem, deutlich verbesserungswürdigem Niveau.

Sollte Sie die Meinung Ihrer Kunden wirklich interessieren, so empfehlen wir Ihnen, sich die Auswertung der Frage 33 unserer kürzlich durchgeführten Umfrage einmal zu Gemüte zu führen. Ein viel ehrlicheres Feedback werden Sie durch Ihren eingerichteten „Feedback Kanal“ vermutlich selten bis nie zu Gesicht bekommen. Apropos Feedback Kanal! Sie schreiben:

Alle Mails, die an diese E-Mail-Adresse geschickt werden und sich an die Grundlagen zivilisierter Kommunikation halten, werden beantwortet werden. … Auf unsachliche oder in unangemessener Form vorgebrachte Kritik gehen wir nicht ein.

Eine unglückliche Aussage. Gerade mit unsachlicher und Ihrer Meinung nach Kritik, die in unangemessener Form vorgebracht wird, sollten Sie professionell umgehen. Wie das laufen könnte, hat ein Fan Ihnen hier aufbereitet. Reden Kaufleute wie Sie nicht oft davon, dass gerade unzufriedene Kunden für Sie eine opportunity sind? Wer kein Interesse an Ihren Produkten hat, wird sich kaum die Mühe machen, Ihnen zu schreiben. Der Kunde, der Ihnen in welcher Form auch immer schreibt, bekundet damit doch das Interesse an Ihren Produkten, oder sehen Sie das wirklich anders und ignorieren Kunden, die nach Ihrem Ermessen zu kritisch sind?
Schon kurz nach Ihrer Stellungnahme, ist in den einschlägigen DSA Foren die Hölle los. Es gibt zurecht Lob dafür, dass Sie überhaupt ein Statement abgegeben haben, jedoch überwiegt die Unsicherheit, die Sie mit Ihrer Ankündigung bezüglich einiger Fanprojekte eher noch verstärkt haben. In Ihrem Statement vom 29.07.2011 versuchten Sie zwar einige Punkte zu relativieren und waren bemüht, einen angemesseneren Ton anzuschlagen, als in Ihrem Statement vom 28.07.2011, dennoch scheitert unserer Meinung nach auch dieser Versuch an einigen Punkten, von dem uns vor allem dieser übel aufstößt:

Es ist nicht unser Ziel, eine Abmahnungswelle loszutreten oder Fans zu verunsichern. Darum richten wir eine Übergangszeit bis zum 1. September 2011 ein. In dieser Zeit kann jeder Fan entspannt prüfen, inwieweit seine Materialien den Richtlinien entsprechen und sich im Zweifelsfall an uns wenden. Danach sind wir allerdings verpflichtet, für die Durchsetzung dieser verpflichtenden Spielregeln zu sorgen.

Das Statement fängt sehr gut an, beim ersten Satz hätten Sie es allerdings belassen sollen. Denn Sie widersprechen sich kurz darauf mit folgendem Satz:

Danach sind wir allerdings verpflichtet, für die Durchsetzung dieser verpflichtenden Spielregeln zu sorgen.

Sagten Sie nicht eben noch, Sie wollen keine Abmahnwelle lostreten? Wie sonst ist dieser Satz zu verstehen? Zudem dürften Ihnen eine Durchsetzung in den aller meisten Fällen durchaus schwer fallen. Warum das so ist, hat einer unserer Leser für Sie zusammengetragen. Zusätzlich möchten wir Ihnen eine weitere interessante Lektüre empfehlen.

In Ihren sogenannten Richtlinien für Fans sehen wir ein großes Problem, denn wenn wir diese richtig verstanden haben, dann ist die Veröffentlichung von Fanware, genau dann gestattet bzw. toleriert, wenn Sie das offizielle inoffizielle Design trägt, um keine Verwechslungsgefahr zu Ihren Produkten entstehen zu lassen.
Dass Sie ein solches Fanpaket mit Grafiken herausgegeben haben, freut uns sehr, es ist nur leider am 29.07.2011 erschienen. Folglich kann jedes vorher von Spielern veröffentlichte Material dieses Design nicht haben. Wir möchten Sie bitten, klar zu stellen, ob jedes vor dem 29. 07.2011 erschienene Fanmaterial damit gegen die von Ihnen erlassenen Richtlinien verstößt, oder aber, ob davon nur jenes Material betroffen ist, das das look and feel der Originalpublikationen kopiert.
Zudem stellt sich die Frage, unter welcher Lizenz Sie die Grafiken den Fans zur Verfügung stellen, Ihrer Formulierung [Sie schrieben: Alle Grafiken und Elemente aus dem gerade online gestellten Fanpaket können nach Belieben verwendet werden, um so unter anderem den Fanprodukten zu Das Schwarze Auge einen eigenen, wiedererkennbaren Stil zu ermöglichen, der nicht mit einem offiziellen Produkten verwechselt werden kann.] folgend gehen wir von der CC0 Lizenz aus, ist das so korrekt?
An dieser Stelle möchten wir Sie noch auf eine weitere Problematik hinweisen. Sie haben den Betreibern von Fanwebseiten mitten in der Urlaubszeit einen Monat Zeit gegeben, um ihre Archive zu säubern. Bei dem vielleicht bekanntesten Downloadarchiv, Orkenspalter, sind dies grob geschätzt 1.600 Downloads. Gerade durch die Urlaubszeit halten wir es für höchst kritisch, für die Prüfung eine so kurze Frist anzusetzen. Sie sollten sich im Klaren darüber sein, dass einige Webseiten diese Frist nicht einhalten können und daher gezwungen sein werden, ihre Archive komplett abzuschalten. Was dies für eine PR bedeuten würde, sollte Ihnen klar sein.

Was wir auch in den Richtlinien vermissen, ist eine eindeutige Antwort auf die folgende Frage: „Ich möchte eine Spielhilfe/ein Abenteuer/eine Geschichte für DSA und/oder Aventurien verfassen. Darf ich das und – wenn ja – unter welchen Voraussetzungen?“ Leider treffen die Richtlinien hierzu überhaupt keine Aussage, außer … und nun läuft es uns kalt den Rücken runter:

Sämtliche Texte, Grafiken, Marken- und Warenzeichen, Logos, Artworks, Layouts sowie Aufbereitungen und Inhalte im Zusammenhang mit offiziellen Das Schwarze Auge -Produkten gehören der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH, werden von ihr kontrolliert und lizenziert […]. Die Verwendung der genannten Bestandteile, gleich in welcher Weise, bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH.

Um die Sache klarer zu formulieren, stellen wir die Frage: Erfordern damit alle Spielhilfen und Abenteuer, die von Fans kostenlos zur Verfügung gestellt werden und Bezug zu Orten, Personen oder Ereignissen aus offiziellen DSA-Publikationen aufweisen, die ausdrückliche schriftliche Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH?

So zumindest verstehen wir diesen Abschnitt. Wir hoffen, Sie können uns hier korrigieren, doch wenn dem so ist, dann ist dies wohl das sofortige Ende aller DSA-Downloadarchive. Denn selbst wenn ein Spieler Ihre Erlaubnis zur Veröffentlichung seiner Materialien erhalten hat, ist dies mit angemessenem Aufwand für einen Webseitenbetreiber nicht nachprüfbar. Um sich also vor Ihren angekündigten, rechtlichen Schritten sicher zu schützen, bleibt einem Betreiber nichts anderes übrig als sein Downloadarchiv nahezu komplett zu schließen.

Bisher gab es bei DSA kaum eine Durchsetzung der Rechte der jeweiligen Inhaber, weswegen sich Fanprojekte wie das Kampfregelprojekt, das Borbaradprojekt, die Wiki Aventurica oder Dere Globus und zahlreiche weitere Initiativen gebildet haben, deren Wirken DSA in der Vergangenheit positiv beeinflusst hat.
Herr Plötz, wir sind der Meinung, dass Fanprojekte die Marke von Das Schwarze Auge aufwerten und nicht in Konkurrenz zu Ihnen stehen und standen. Auch denken wir, dass diese große und aktive Fanbase mit all ihren Machwerken ein Alleinstellungsmerkmal für die Marke „Das Schwarze Auge“ ist. Des Weiteren glauben wir, dass das breite Angebot an inoffiziellen und kostenfreien Fanpublikationen für Das Schwarze Auge neue Spieler von dem Rollenspiel überzeugt und alte Spieler dabei hält und dass diese dadurch zu Kunden von Ulisses Spiele werden oder bleiben.
Letztlich sind Sie doch der größte Nutznießer dieser Vergangenheit, ist dem nicht so?

Lieber Herr Plötz, aus reinem Platzmangel konnten wir nicht auf alle Punkte eingehen, die diskussionswürdig sind. Daher haben wir uns auf einige Punkte konzentriert, die uns am wichtigsten erscheinen.

Wir freuen uns auf Ihre Antwort und verbleiben

mit freundlichen Grüßen,

Ihre Gotongis

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Kommentare
  1. Narat sagt:

    Schick!

    ich bin mir sicher das ihr keine Antwort erhalten werdet oder wenn doch wird dies zeitnah geschehen und so klar sein wie die vorherigen Verlautbarungen.

  2. Anonymous sagt:

    Hmmm……….also ich fnde Ihr übertreibt mit der Kritik an Ulisses. Einzig die Sache mit dem Lektorat ist aus meiner Sicht zu kritisieren. Die restlichen Punkte kann ich nicht nachvollziehen. Bisher bin ich mit den Neuerscheinungen hochzufrieden. Was stellt ihr euch eigentlich alternativ vor? Euer Brief ist auch ziemlich daneben. Er enthält zwar keine direkten Beleidigungen, strotzt aber vor Sarkasmus / Ironie. Mit sachlicher Kritik hat das nichts zu tun. Schade. Ich dachte, Gotongi wäre ein interessanter neuer Blog. Es stellt sich für mich aber heraus, dass hier auch nur das übliche geflame gefahren wird. (Gähn…) Ein Tipp noch: Wenn das alles so ein Riesenmist ist: Kauft doch was Anderes….

  3. Varana sagt:

    Kannst du mal kurz den Link zu dem Brief geben, den du meinst? Dieser hier ist es offensichtlich nicht…

  4. Sehr sachlicher Brief. Gefällt mir. Deutlich bessere Performance als in einigen anderen Beiträgen hier.

  5. Eran sagt:

    Fasst die wichtigsten Probleme gut zusammen und bringt sie auf den Punkt. Danke dafür!

  6. Gumbald sagt:

    Die Antworten der Super-Gotongi-Umfrage beachten hieße auch:
    „Die Ganzen Fan-Seiten dichtmachen“ (Zitat Zeile 218 in der verlinkten Excel-Datei). Will heißen: Was soll das? Man kann es nicht allen Recht machen. Solche offenen Fragen in Fragebögen bringen in den seltensten Fällen was. Dann müsstet ihr schon kategorisieren und die häufigsten Aspekte rausstreichen.
    Ich freue mich auf die hoffentlich gut gemachte Ulisses-Umfrage! Vielleicht hat da vorher auch mal ein Methodiker drauf geguckt, um die gröbsten Fehler vermeiden zu helfen.

  7. Anonymous sagt:

    Erinnert sich noch jemand an den schönen Spiegel-Artikel zum 25-jährigen DSA-Jubiläum:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,658725-2,00.html

    „Zumindest sind die verbleibenden Fans sehr, sehr treu. Die Fülle des von ihnen geschriebenen DSA-Materials im Web ist überwältigend. Markeninhaber Fuchs freut das: „So lange es nicht kommerziell ist, dürfen die Fans alles machen“.“

    Man vergleiche das mal mit der rechtlichen Keule, die Ulisses dagegen schwingt.

    „Obwohl Offline-Rollenspiel auf dem Rückzug ist, wird Aventurien seinen Fans somit wohl noch etliche Jahre erhalten bleiben.“

  8. ateracalba sagt:

    Das hatte ich bereits im DSA4-Thread zum Blogeintrag geschrieben. Vielleicht kann Gotongi das noch mal in Erwägung ziehen:
    ————————————–

    Ich finde die Idee eines offenen Briefs gut, aber noch schöner fände ich einen, hinter den sich Fans mit Namen stellen. Und zwar echten Namen, keine Pseudonyme wie Anonymous.

    Diese Einzelkämpfer-Variante, auch die E-Mails einzelner Fans für ihre Seiten sind ja schön und gut, aber ich denke in einer solchen Situation sollte man einmal gemeinsam an Ulisses appelieren.

    Als ich den ersten Tacheles-Text von Markus Plötz gelesen habe, konnte ich vieles nachvollziehen, manches empfand ich als unglücklich formuliert, aber trotzdem sympathisch.

    Im zweiten Text, vor allem aber in Verbindung mit den „Spielregeln“ aka Fanrichtlinien sehe ich aber einen [b]drastischen Einschnitt in die DSA-Kultur die dieses Rollenspiel erst zu dem Wertprodukt gemacht haben, das Ulisses erworben hat[/b] (mitsamt der Stammfans und ihrer kostenlosen, tollen Arbeit).

    Mit den neuen Richtlinien sind inoffizielle Fanarbeiten beinahe nicht mehr umzusetzen, Einzelanfragen können auch keine Lösung darstellen sondern schrecken vermutlich viele Fans davon ab, selbst kreativ zu werden. Da hilft dann auch kein „Fanpaket“ mit einer Hand voll Grafiken.

    Dies sollte man auch noch einmal in aller Deutlichkeit Ulisses mitteilen. Gemeinsam.

  9. Backalive sagt:

    Sicher, man kann es nie allen recht machen.
    Ich glaube auch nicht, daß diese Kritik übertrieben ist.
    Die Bekanntmachungen von Herrn Plötz sind tatsächlich viel oberflächliches geblubber, das in die Tiefe sehr viel Interpretationsspielraum offen läßt.
    Dies vermittelt keine Sicherheit, sondern öffnet Ulisses Tür und Tor nach Belieben und Gutdünken gegen Fanprojekte, egal welcher Art, vorzugehen.

    Genau das ist es auch, was mir bei der ganzen Entwicklung ein extremes Unwohlsein verursacht.

    Ich kenne DSA seit seinen ersten Tagen bei Schmitt-Spiele und die Entwicklung des Spiels durch eine begeisterte, enthusiastische Fanszene.
    All dies in einer Zeit, in der eMail und Internet noch in den Kinderschuhen steckte, in denen Flatrate und Highspeed-DSL höchstens Begriffe aus einem Science-Fiction-Film waren.
    Ich habe den Übergang vom Verlag Droemer Knaur und Schmitt-Spiele zu FanPro erlebt, eine Zeit, in der hauptsächlich die Fanszene DSA am Laufen hielt. Als des dann zu FanPro kam war eine ähnlicher Hype gegeben wie dann auch, nachdem es zu Ulisses kam.

    Was daraus wurde, ist bekannt.

    Der Rest ist Geschichte.

    Ulisses fängt nun an, die gleichen Fehler wie FanPro zu machen.

    Ich kann nur sagen, auch wenn die ein oder andere Kritik überzeichnet ist, kann ich dem Inhalt dieses offenen Briefes nur voll zustimmen.

  10. Auribiel sagt:

    Ich drücke die Daumen, dass ihr eine Antwort bekommt. Und das sich damit der ein oder andere Tatverhalt klärt.

    Andererseits: Gibt es keine Antwort darauf, wissen wir gleich wie zuverlässig die neue Feedback-Mailadresse ist.

  11. Anonymous sagt:

    Da stehe ich voll hinter – sehr sachlich und präzise formuliert. Die Idee eines solchen Briefes find ich klasse. Solltet ihr keine Antwort bekommen, werde ich ihn halt persönlich in leicht abgewandelter Form mit meinen Namen noch einmal schicken. Und viele andere Fans vielleicht auch… da wäre es für Ulisses natürlich einfacher ihn jetzt zu beantworten.

    Überhaupt ist es schon bedenklich, dass ein Großteil der Fanbase Zweifel hat, dass Ulisses da überhaupt antwortet, obwohl sie es vollmundig angekündigt haben. Da sieht man wie zuverlässig und vertrauenswürdig Ulisses gehalten wird!

  12. Varana sagt:

    Nein, „sehr sachlich und präzise“ ist das nicht. Das ist ein bißchen scharf, aber nicht unverschämt, was okay ist. Aber leider weder in allen Teilen sachlich, was an sich nicht tragisch ist, vor allem aber nicht präzise. Wie schon bei der Umfrage – Gotongi neigt scheinbar dazu, Schnellschüsse abzugeben. Es täte dem Blog gut, wenn die Beiträge ein wenig überlegter daherkämen – die ersten, gleich nach Eröffnung, machten das besser.
    Ansonsten sollte man sich mit Aussagen wie „ein Großteil der Fanbase“ vielleicht etwas zurückhalten.

  13. Rondrasil sagt:

    Sehe ich genauso,

    trotz des höflichen Tons wirkt der Brief für mich unterschwellig polemisch. Vielleicht ist es an der Zeit oder an mir an dieser Stelle mal eine Lanze für Ulisses zu brechen.

    Die Kritik an Ulisses, die meiner Meinung nach in den gängigen Foren überrepräsentiert ist, ist teilweise emotional gesteuert. Ich kann das gut verstehen. Auch ich war wenig erbaut, als sich abschählte, dass einige Romanreihen, die in meinen Augen zu den besten Büchern seit „Das zerbrochene Rad“ gehörten, wohl aufgrund des Zerwürfnisses des Autors mit dem Verlag nciht mehr erscheinen werden. Auch habe ich mich auf einige weitere Publikationen gefreut, die so wohl nciht mehr erscheinen werden. Davon abgesehen bin ich nach wie vor auch unter Ulisses voll auf mit DSA zufrieden (sieht man von einigen kleinen Makeln ab) und die harten Vorwürfe und Sorgen sind in meinen Augen meist halt- bzw. grundlos.
    Ich für meinen Teil kann jedenfalls noch nicht feststellen, dass beispielsweise die Qualität von DSA den Bach runter geht. Auch bezüglich der neuen Fanrichtlinien sollte man fairer Weise ersteinmal abwarten, wie sie denn in der Praxis umgesetzt werden.
    Die scharfe Retorik in vielen Beiträgen sorgt nur für eine Verhärtung der Fronten und erschweren einen weiteren konstruktiven Dialog.

    Ich möchte hier abschließend nur daran appelieren Ulisses auch eine faire Chance einzuräumen und die Kritik an den Tatsachen zu bemessen und den Dialog weniger emotional zu führen.

    Gruss

    Rondrasil

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